#CampQ2021
Happy Employees

Happy Employees = Happy Customers

10 Fragen an Cawa Younosi, Head of HR Germany der SAP SE

 

Das Camp Q 2021 fordert „Business Unusual – neu denken, anders führen, nachhaltig wirtschaften“. Wo und wie zeigt sich „Business Unusual“ bei Ihnen?

Wir machen sehr vieles, vieles auch der Zeit voraus. Siehe z. B. unsere Mobilarbeitsvereinbarung, die bei uns bereits 2018 ausgerollt wurde und die in der aktuellen Zeit gesellschaftlich nun viel diskutiert wird: https://www.linkedin.com/posts/cawa-younosi-younosi_sap-home-office-f%C3%BCr-alle-22000-mitarbeiter-activity-6781819752248565760-ohNg. Andere Beispiele waren die Themen Führen in Teilzeit, Jobsharing für alle, Co-Leadership, und Väterzeit.

 

Was ist in diesem Zusammenhang Ihre größte Herausforderung?

Das habe ich vor einiger Zeit in meinem TedxTalk zusammengefasst, „Wahrheit vor Mehrheit vor Hierarchie!“ (TedxTalk)
Im Wesentlichen geht es darum: Fokus auf Chancen und Risiken managen.

Wo sollten Führungskräfte Ihrer Meinung nach ganz schnell „Business as usual“ beenden und warum?

Kann man pauschal so nicht beantworten, meiner Meinung nach. Die aktuelle Zeit bringt ausreichend „business unusual“ mit sich. Es zeigt sich, dass diejenigen Führungskräfte am erfolgreichsten sind, die sich in gewohnter Manier auf die Menschen, die sie führen, fokussieren und mit kreativen Ansätzen und einer guten Portion Humor und Achtsamkeit die Widrigkeiten gemeinsam bestreiten.

Beim Camp Q 2021 geht es auch um nachhaltiges Wirtschaften; inwieweit finden die Sustainable Development Goals der UN bei der SAP Berücksichtigung?

Insgesamt gesehen zählen die Goals der UN schon immer zu unseren Core-Werten. Für uns kommt es dabei insbesondere darauf an, dass die Bestrebungen und Aktivitäten zur Erreichung einen konkreten Impact haben und nicht nur ein Lippenbekenntnis sind. Dank unserer Unternehmenskultur, aber auch unserer Produkte an sich, schaffen wir es, nicht nur selbst direkt, sondern auch über unsere Kunden zur Erreichung dieser Ziele Schritt für Schritt beizutragen. Beispiele gibt es hier: https://www.sap.com/dmc/exp/2019-08-unglobalgoals/index.html.

Oft wird gefordert, dass der Mensch mehr in den Mittelpunkt gestellt werden muss. Wenn ja, wie würden Sie das für SAP beschreiben?

Absolut. Ich sage immer „Wir haben in Walldorf keine Diamantengrube gefunden.“ Unsere Ergebnisse und Innovationen beruhen auf dem, was aus den Köpfen unserer Mitarbeiter:innen hervorgeht. Nur wer sich wohl und angenommen fühlt, kann das volle Potenzial entfalten. Wir verfolgen in Deutschland daher seit vielen Jahren die Strategie „Maximale Flexibilität“, immer mit dem Ziel vor Augen: „Happy Employees = Happy Customers“. Happy Employees bedeutet für uns konkret Mitarbeiterbegeisterung, und die beruht auf ganz individuellen Bedürfnissen. Daher die Strategie der maximalen Flexibilität und der Freiheit, aus der gesamten Bandbreite an Angeboten in jeder Lebensphase und je nach Bedürfnissen und Wünschen auswählen zu können.

Stichwort „anders führen“: Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben – und hat er sich im Laufe der Zeit verändert?

Verändert hat sich mein Führungsstil sicherlich im Verlauf meiner eigenen Weiterentwicklung. Die Grundpfeiler sind aber immer die gleichen geblieben: emotionale Intelligenz, Empathie, Vertrauen & Zutrauen, Kommunikation, Transparenz und individuell auf die einzelnen Teammitglieder einzugehen. Am deutlichsten beantwortet sich die Frage im folgenden Video „Leadership Fundamentals in One Minute“!

„Es ist verrückt, die Dinge immer gleich zu machen und dabei auf andere Ergebnisse zu hoffen“ – sagte Albert Einstein. Wie stellen Sie sicher, dass Sie „neu denken“?

Indem man immer wieder neue Ideen anpackt und gemäß unserem Motto #EINFACHmachen – die Dinge anpackt und simple Lösungen ausprobiert.

Zudem haben wir vor Längerem das Mindset #SAPDoch etabliert. Darunter verstehen wir bei SAP, dass wir neuen Ideen mit einem „Why not?“ begegnen und dass wir es uns schulden, gegenseitig unsere Ideen anzuhören und mit einem chancenorientierten Mindset zu diskutieren. Das bedeutet nicht, Risiken zu ignorieren. Sondern die Chancen in den Vordergrund zu stellen und Risiken abzuwägen und zu managen.

Was denken Sie, findet in der Arbeitswelt aktuell zu wenig Beachtung?

Die Chancen der Veränderung zu nutzen und sich zu vergegenwärtigen, wozu man in der Krise fähig war zu bewerkstelligen.

Wir laden zum Camp Q auch Next Leaders ein. Hätten Sie mit Blick auf Ihre bisherige Karriere einen Ratschlag für sie?

Man muss das Leben auch mit Humor nehmen. Und man kann viel für die eigenen Ziele kämpfen, letztlich ist es jedoch immer ein guter Mix aus Können, dem richtigen Netzwerk und dem Funken Glück, zur richtigen Zeit am richtigen „Ort“ zu sein.

Eine Entscheidung, die Sie nie bereuen werden…

Die Stelle zum Personalleiter der SAP in Deutschland angenommen zu haben 😉.



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